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Der Text zu Panis Angelicus ist dem längeren Hymnus Sacris Solemnis entnommen, den Thomas von Aquin im 15. Jahrhundert für das neu eingeführte Fronleichnamsfest verfasste, und wurde ursprünglich als gregorianischer Choral gesungen. Caesar Franck vertonte 1872 die vorliegende siebenzeilige Strophe. Seinem tiefen religiösen Empfinden entsprang eine eingängige Melodie, die jeder Sänger bewältigen kann - ihr Ambitus umfasst lediglich eine Septime, und wenn man dem Textsinn folgt, fällt die Atemphrasierung leicht. Auf ihre Weise ist sie schlicht und unmittelbar, bietet der Stimme aber Spielraum zur vollen Entfaltung. Franck schrieb das Panis Angelicus ursprünglich für Tenor, Cello, Harfe, Orgel und Kontrabass, doch lässt es sich mühelos für Klavier bearbeiten. Die Klangfarben der Ausgangsbesetzung sind hörbar - die ausgehaltenen Akkorde der Orgel, die Halbstakkato-Klänge der Harfe und die in Gegenstimme des Cellos (die bei gegebenem Anlass auch von einem anderen Melodieinstrument übernommen werden kann). Gordon Stewart
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