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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Dezidiert christliche Motive sind reichlich in Goethes Faust zu finden. Ihre Untersuchung ist immanent für ein Verständnis der Dichtung. Doch sie sind zu zahlreich, um sie alle in der vor liegenden Arbeit ansprechen zu können. Der Theologe Hans Hübner hat tref fend formuliert: Wir werden [...] im Faust entschieden mehr an theologischer Substanz finden, als es weithin gesagt wird. Denn die Dichtung des Faust als Ganzes strukturiert sich im Wesentlichen durch Rückgriff auf theologische Tradition und Bibel. Daher wird sich diese Darstellung auf die, wie Goethe selbst es formuliert: scharf umrissenen christlich-kirchli chen Figuren , nämlich den Herr des Prologs im Himmel, Mephistopheles, Faust selbst und Gret chen sowie ihre jeweilige Einstellung zur Religion beschränken, nicht ohne jedoch an einigen Stellen auch weitergehende christliche oder religiöse Motive aufzu zeigen. Goethe ist - auch unabhängig von seinen eigenen Glaubensvorstellungen - Mitglied des abendländischen, christlich geprägten Kulturkreises. Da er bereits im Vorspiel auf dem Theater bekennt, für sein zeitgenössisches Publikum zu schreiben, das im Gegensatz zum heutigen noch traditionell einen Zugang zum Göttlichen sowie Teuflischen hat, kann er eine Rahmengestaltung wählen, die eben diese beiden Verkörperungen von Gut und Böse beinhaltet. Zwischen dem traditionell Guten, dem christlichen Gott wie weit der Herr des Prologs diesem ent- oder widerspricht, wird noch zu zeigen sein und dem tradi tionell Bösen, der Teufelsge stalt Mephistopheles, be ginnt ein Spiel um den auf besondere Weise menschlichen Doktor Heinrich Faust, der in sich sowohl die guten als auch die bösen Elemente spürt.Im Gegensatz zu Zimmermann, der explizit für ein geringeres Gewicht der reli giösen Di mension plädiert, soll in dieser Arbeit deutlich gemacht werden, dass sehr wohl frucht bare Erkenntnisse aus der religiösen oder auch christlichen Interpretation der Figuren gezo gen werden können, ja dass diese religiöse Dimension für das Haupt-, wenn nicht gar Lebensw erk Goethes unerlässlich ist. Diese Arbeit beschränkt sich weitest gehend auf den ersten Teil der Faust-Dichtung. Doch um eine abschließende Deutung leis ten zu können, muss selbstverständlich die Rettung und Erlösung Fausts, also das Ende des zwei ten Teils, einbezogen werden.
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